Keiner redet gerne über die Zeiten in denen es einem nicht so gut ging oder geht. Es ist schwer sich einzugestehen, dass man momentan einfach nicht so gut unterwegs ist wie man es eigentlich möchte oder wie man es andere glauben lassen möchte. Auch mir passieren solche unschönen Dinge.

Um ganz ehrlich zu sein, kurze Zeit hatte ich echte Sorgen um meine Gesundheit. Nach über 5 Monaten, stellt man sich schon mal ein paar Fragen und ich bin mit meinen jungen 36 Jahren, doch nicht mehr so der Jüngste. Manche kennen es, die kleine Müdigkeit über den Winter. Allerdings fing bei mir diese kleine Müdigkeit ende Oktober an und wurde nur noch schlimmer.

Im November entschied ich etwas langsamer zu machen.
Im Dezember entschied ich noch langsamer zu machen.
Im Januar… ging einfach nichts mehr.
Im Februar, scheiterten die letzten Versuche, doch noch die Kurve zu kriegen.

Ich kämpfte mit mir selbst. Bis Mai, dann gab es nur noch den Weg zum Arzt. Aber was war passiert. Gleiche vorne Weg, ich war nicht Depressiv. War es ein Burn-Out… Nein, ich mag eh das Wort schon nicht. Sagen wir so, dem Körper haben jede Menge Vitamine gefehlt und ich habe mich über Jahre sehr schlecht ernährt. Das führte zu Übergewicht und einer schönen Fettleber. Das viele sitzen ist halt nicht sonderlich Gesund für uns Menschen und die Sucht nach Süßigkeiten half natürlich auch nicht. Diese unfassbare Müdigkeit, so der Arzt, war eine Mischung aus sehr niedrigen VitaminD Werten und der Fettleber. Ich sage, ich habe es dazu einfach maßlos übertrieben und wollte viel zu viel in kurzer Zeit. 2018 war eigentlich ein gutes Jahr und das Geld floß nur so, allerdings hatte das auch seinen Preis. Neben der Müdigkeit kamen, durch echt viel Stress und den drang Leuten die Kehle durchzuschneiden, Gallensteine dazu. Durch das sitzen wurde einer meiner Nerven mal wieder eingequetscht, das verursacht große Schmerzen und ein Taubheitsgefühl im linken Arm. Magen und Darm hatten auch keine Lust mehr auf eine normale Funktion.

Aber das war wohl nicht alles, es sollte noch schlimmer kommen. Im Februar, nach Monaten an Kopfschmerzen, schien es als würde ich um meine kognitiven Fähigkeiten ringen müssen. Ich hatte Probleme mich zu konzentrieren, hatte große Probleme beim Autofahren, das Sprechen viel mir immer schwerer und mitten in einem Satz, kam für paar Sekunden nur noch Kauderwelsch. Im nachhinein, war es schon lustig wie die Leute mich anschauten. Ich hatte zB eine Schulung im Februar vor 200 Leuten, ich hatte echt Probleme die 2 Stunden zu überstehen. Trotzdem musste ich kurz erläutern, dass ich nicht auf Entzug bin… man sollte immer ein wenig seinen Humor behalten.

Dies ist auch die Zeit, wo ich ohne weiteren Kommentar, den Stream aus lies und im Bett liegen geblieben bin. Man kann so nicht streamen. Wenn man nach 15 Minuten, seinen Kopf nur noch auf die Tastatur legen möchte und das Hirn die Worte nicht mehr findet, dann sollte man das einzig Sinnvolle machen und sich in sein bett begeben.

Ende April, ging es dann wieder so langsam besser. Der Nerv ist noch immer gequetscht und das eine oder andere Mal hab ich noch mit ein paar Sachen zu kämpfen, aber es geht mir gut. Und ich habe gelernt, nichts ist so zerbrechlich wie ein schlaffer, fetter Körper der 36 Jahre auf dem Buckel hat. Ungesunde Mengen an Stress können deine Welt innerhalb von Wochen zerstören.

Author Barti
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Categories Bartihausen
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